„Solotoj Bereg“ ist so schön heißt der Strand an der 16. Station von Bolschoj Fontan.


EIN BISSCHEN GESCHICHTE…

Die Stationen von Fontan verbunden mit der ersten Odessaer Straßenbahn, so nennte man diese Haltestelle. Bis zum Erscheinen der Elektrizität zu Bolschoj Fontan fuhren Pferdekutschen, die sogenannte „Pferderücken“. In Zeiten von Isaak Babel es war schon Straßenbahn auf dem Dampfluftzug («Dampfmaschine» — übrigens in Odessa ist von erstem im Land in 1881 erschienen). Seit 1910 startete elektrisch. Aber die Route änderte sich nicht: von der 1. Station von Fontan (der Bezirk Kulikowoje Pole) bis zur letzten, 16. (Solotoj Bereg).

Man ging natürlich zum Strand, und Solotoj Bereg galt immer als einer der besten. Der Ursprung des Namens ging in Tiefen der Jahrhunderte verloren, aber wie immer gibt es einige interessante Versionen. Nach einer von ihnen war hier einer der wenigen natürlichen Strände, mit dem saubersten, „goldenen“ Sand. Nach anderer Version, auf die 16. Station aus dem Stadtzentrum führten die unterirdischen Läufe, die die gestohlenen jungen Mädchen beförderten, und hier tauschten sie um türkisches Gold ein und sandten in die Harems ab. Noch eine Version ist auch mit Türken verbündet — hier in 1811 ist das türkische Schiff angeblich abgestürzt, das die sagenhafte Summe von goldenen Münzen beförderte, alle Menschen suchten die Münzen am Strand und jeder Einwohner von Odessa bekam ein paar davon. Im Allgemeinen kann niemand sicher sagen, was hier vor 200 Jahren war, aber jeder Einwohner von Odessa und Gast der Stadt, der zum Strand kam, heute wird sicher das Gold der hellen Sonne und den Glanz der spielenden Meereswelle erhalten.

Urlaubsgebiet wuchs und bekam Prestige um den Strand. Die Wochenendhäuser von Fontan kosteten billiger ursprünglich, als auf Franzusskij Bulwar, so dass sich die unprätentiösen verschiedenen und interessanten Leute hier im Sommer ansiedelten. Station 16 wurde schließlich ein kommerzielles und kulturelles Zentrum des Kurlebens. In 1892 hier wurde erster in den Vororten von Odessa die Sergejew-Naturbühne geöffnet. Auf der kleinen Bühne spielten die Schauspieler komische Parodien, und der vorbeigehende „Dampfmaschine“ übertönte ihre Erwiderungen mit einem lauten Pfiff. Später wurde das Theater wieder aufgebaut und erweitert, auf seiner Bühne deklamierte man Gedichte von Bagrizkij, Fioletow, Katajew.

Restaurants und Buffets arbeiteten für Kurort-Besucher mit jedem Dicken der Brieftasche. Eine der Attraktionen war «Einrichtung der warmen Meerbäder». Es gab ein Sommerkino, in dem sich nach dem Krieg Trophäenfilme drehten – „Tarzan“ und andere Blockbuster.

Ein Problem des Küstenlands von Odessa waren immer die Erdrutsche, man musste sogar die Reiseroute der Straßenbahn tauschen, wenn sich die Schienen am Rande des Abhangs erwiesen. Deshalb Solotoj Bereg, wie auch andere Strände, die Rekonstruktionen in 60 Jahren hatte — Sand wurde gelegt, Landschutzarbeiten wurden durchgeführt, Betonblöcke von Wellenbrechern wurden installiert, die Steigungen wurden sanfter, bequeme Abfahrten und Treppen erschienen. Es gibt keine Erdrutsche mehr, aber das Meer doch zerstört den Teil von Stränden, besonders während Winterstürme. Wenn zum Frühling der Sand selbst nicht zurückkehrt, so hilft die periodische Anschwemmung.


Eine neue Attraktion wurde die neue vor kurzem an der 16. Station geöffnete Uferstraße. Das Gebiet entlang des Meeres ist mit Granitstein bedeckt, Lichter, bequeme schöne Bänke, Aussichtsplattform und gepflanzte Bäume sind installiert. Diese Promenadenoase bekränzen die eleganten Springbrunnen und malerischen Beete. Spaziergänge sind hier besonders gut am Sommerabend, bei Nachtbeleuchtung, unter dem Flüstern der Wellen.

Der Strand selbst bietet Unterhaltung für Kinder jeden Alters. Für jüngere – Spielplatz, Schwimmbad, Wasseranhöhen, Schießstand und mehr. Für ältere – Roller, Wasserfallschirme, Bierbars, Restaurants, Cafés und Clubs. Eine beliebige Laune für Ihr Geld. Na ja, auch das Meer mit der Sonne in der Ladung, um nicht zu vergessen.